SY Early Bird - Fam. Giessel

Der SWE hat meine Familie und mich viele Jahre lang durch unser Leben begleitet. Ich erinnere mich noch gut, wie ich als 13 Jähriger im alten Bootshaus am Timpen beim damaligen Jugendwart Jörg Schwandt den ersten Segelunterricht im Optimisten erhielt. Schon mein Vater war im SWE aktiv gewesen und so war mir der Wassersport nicht fremd. Von meinem gesparten Geld, aufgestockt durch Konfirmationsgeschenke hatte ich mir ein Faltboot mit Beseglung zugelegt und beschlossen, ab jetzt Segler und Paddler zu werden. Ich habe diesen Schritt nicht bereut. Insbesondere die Wochenendtörns mit dem damaligen Jugendboot „Griep To“, einer Conger-Jolle führten dazu, dass sich Freundschaften bildeten, die bis heute halten. Mit 17 wich das Faltboot einer VB-Jolle. Das war schon ein richtiges Segelboot. Die Jugendflotte war ebenfalls gewachsen. Der Verein hatte damals eine Wegu Jolle „Hol Doer“ erworben und auch die Jugendgruppe wuchs beträchtlich.

Noch heute erinnere ich mich gern an die Holland-Tour der SWE-Jugend im Jahre 1978. Aber auch viele Wochenendtörns sind unvergessen. Im SWE lernte ich meine jetzige Frau kennen. Und mit unserer Godewind, einem kleinen Sperrholz-Kreuzer vom Typ Primaat, den wir im Jahre 1984 erwarben und mit dem wir viele schöne Segelurlaube in der Ostsee verbrachten, hatten wir das erste seegängige Schiff. Die Familie wuchs und unsere Godewind wurde zu klein. Es folgte ein familienfreundliches Schiff vom TYP Emka 29, mit der wir wunderschöne Touren, insbesondere Urlaubstörns unternahmen.


Die Kinder wurden größer und da das Schiff nicht mit wuchs, erwarben wir schließlich unsere Hallberg Rassy 35 Rasmus „Early Bird“. Ein Langkieler mit tollem Seeverhalten und ausreichend Platz. Auch unsere Kinder wurden im SWE zu begeisterten Seglern. Sie sind inzwischen erwachsen und zum Studium aus dem Haus, doch sie kommen auch heute noch gern nach Elsfleth und zum SWE, um mit uns wie früher Zeit an Bord unseres Schiffes zu verbringen.

In diesen 40 Jahren meiner Mitgliedschaft hat sich auch unser SWE erheblich verändert. Der Umzug vom Timpen nach Lienen, der Bau der neuen Anlagen, Schleuse, 4 Hallen, ein schönes Bootshaus sind äußere Zeichen einer Entwicklung, die auch die Vereinsstruktur nicht unberührt gelassen hat. Gut die Hälfte dieser Zeit bin ich selbst im Vorstand meines Vereins tätig. Das ist und war durchaus auch viel Arbeit und vor allem Zeit, die zu investieren war und ist, aber dieser Verein hat meiner Familie und mir auch viel gegeben. Wir freuen uns über seinen runden Geburtstag und auf die vielen damit verbundenen Ereignisse 2014 und gratulieren unserem Verein ganz herzlich!

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